Balower gestalten Interkulturellen Tag

Balow. „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ -  unter diesem Motto stand die Interkulturelle Woche 2015. In mehr als 500 Städten und Gemeinden fanden rund 5.000 Veranstaltungen statt. So auch in Balow, wo man sich schon frühzeitig für das Land Syrien entschied, ohne zu wissen, dass schon bald syrische Flüchtlinge ganz in der Nähe untergebracht sein würden.

Nachdem in Grabow 21 syrische Flüchtlinge ein neues zu Hause gefunden hatten, stand für die Balower fest: wir wollen nicht nur allgemein über das Land informieren, wir werden mit den syrischen Bürgern ins Gespräch kommen und so mehr über ihr Land und ihre Kultur erfahren.

Die Gemeinde nahm über die UMA (Unbegleitete minderjährige Ausländer) der BBS Start Kontakt mit den Ludwigsluster Asylbewerbern auf. Gemeinsam überlegten Ninos Toma und Schulsozialarbeiterin Elke Kessin, wie so ein besonderer Tag mit Kindern aus der Kita und der Grundschule Balow gestaltet werden kann. Nachdem in Grabow dann ebenfalls syrische Flüchtlinge untergebracht wurden, lud man diese spontan mit dazu ein.

Dank der Unterstützung der Balower wurde ein tolles Programm zusammengestellt, das Grenzen überwinden und Vorurteile gegenüber fremden Kulturen abbauen sollte. Und so kamen am 29. September junge syrische Flüchtlinge aus Grabow und Ludwigslust nach Balow und erlebten gemeinsam mit den Balower Kindern einen spannenden und sehr lehrreichen Tag, der zeigte, dass man viel mehr gemeinsam hat, als viele glauben. Mit den Kindern aus der KITA wurde gemeinsam gesungen und ein Syrisches Spiel gespielt. „Der Anspitzer“- machte allen riesigen Spaß und wird vielleicht jetzt auch öfter in der Kita gespielt.

 

                               
Im gemeinsamen Gespräch   Die Gäste stellen sich und ihr Land vor.   Beim gemeinsamen Spiel gab es
keine Barrieren


Auch die Grundschulkinder waren schon sehr neugierig auf die syrischen Gäste. Nach einer freundlichen Begrüßung ging es endlich los. Einige Jungen stellten sich in deutscher Sprache vor und bekamen viel Applaus von den Kindern. Wo liegt das Land aus dem sie kommen? Wie sieht es da aus? Welche Sprache sprechen sie? Ninos Toma kennt das Land sehr gut, denn er ist auch Syrier. Er zeigte Bilder von seinem Land, wie schön es vor dem Krieg dort war. Hallo, Bitte, Danke - wie spricht und schreibt  man das in eurem Land? Das haben die Grundschulkinder erfahren. Wer wollte, konnte auf sein Namensschild auch seinen Vornamen in arabischer Schrift schreiben lassen.

Ein freundliches Lächeln und nette Gesten halfen sich miteinander zu verständigen und viel Spaß am gemeinsamen Spiel zu haben. Die minderjährigen syrischen Flüchtlinge, sagten am Ende des Tages: „Das war der schönste Tage, den wir seit langer Zeit erlebt haben“, übersetzte Ninos Toma, der an der VHS in Ludwigslust Deutsch unterrichtet. Ein großes Dankeschön an ihn. Es war für alle ein sehr schöner Tag.